Vier Köche, Trüffel und viel guter Wein
Eine Reise ins herbstliche Piemont

Italiano Vero - Piemont

Vor Jahren meinte der im Piemont ansässige Genusshändler Martin Hartweg einmal, dass die Toskana etwas für Anfänger sei. Jedenfalls als Genussregion. Nun ja – guten Wein und allerlei Köstlichkeiten lassen sich dort allemal auch entdecken. Doch in den teils verborgenen Tälern des Piemont ist die Auswahl vielleicht doch noch etwas vielfältiger. Und gerade von Oktober bis Januar gibt es vor allem einen Anziehungspunkt: Alba. Die Stadt die dem Trüffel aus der Region seinen Namen gab.

Davon überzeugten sich nun auch mal wieder vier Berliner Köche: Kolja Kleeberg, Franz Raneburger, Andreas Klitsch und Markus Herbicht waren zu Gast bei Hartweg. Kaum dass sie angekommen waren, den ersten guten Wein genossen hatten, ging es auch schon in den Wald. Klar – in Begleitung eine lizenzierten Trüffelsuchers mit seinem Hund. Schließlich darf da nicht jeder einfach so im Wald herumtapern. 


Nicht nur ein Sommerziel – der Gardasee

Italiano Vero - Gardasee

Der Gardasee gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen Italiens. Besonders in der Sommersaison wird dies in Orten wie Sirmione, Bardolino oder auch Garda überdeutlich. Von den Straßen rings um den See ganz zu schweigen. Dabei ist der See auch außerhalb der Ferienzeiten eine Reise wert. Manch einer meint sogar - gerade dann. Man kann ohne Gedränge durch die verwinkelten Gassen der Altstädte flanieren und bekommt immer einen Platz im Restaurant. Nur mit den Hotels ist es etwas schwierig. Viele bieten ihre Betten nur von März bis Oktober an.


Zu Gast beim Lambrusco Wettbewerb in einer genussreichen Region

Der Name Lambrusco löste sicherlich bei den meisten nicht die besten Assoziationen aus. Zu unrecht wie ein Besuch beim Wettbewerb in Reggio Emilia zeigte.

Land mit Seele ist der offizielle Werbespruch der an der Po Ebene gelegenen  Region im Norden Italiens. Land mit viel PS und mit vielen Köstlichkeiten könnte es indes auch heißen. Kommt doch aus der Gegend zwischen Parma, Modena und Reggio Emilia vieles, was den auf der ganzen Welt mit dem Stichwort Italien verbunden ist.   


Florentinische Genüsse

Florenz

Am Fuße des Palazzo Pitti, wo sich in den Zeichnungen  Matteo Faggioli´s der florentinische Mikrokosmos wiederfindet und sich die internationale Studentengemeinschaft auf der Piazza Santo Spirito versammelt, entsteht der Wunsch nach einem bachanalen Gaumenschmaus der Extraklasse. Zu diesem perfekten Szenario gehört zweifelsohne der „Murtas“ von der Fattoria San Michele a Torri dazu. Emilio, ein Freund von Matteo´s Familie führt uns durch die mit Eichenfässern bestückten Gewölbe. Die ausschließlich biologisch hergestellte Produkte anbietende Fattoria brilliert mit einem Wein der Extraklasse.


Luxuriös und mit viel Geschichte – vier Mal The Bauers in Venedig

Venedig

Wenn Venedig – dann aber auch richtig. So sollte man die Lagunenstadt erkunden. Manch einer hält die Ansammlung bebauter Inseln ja für die schönste Stadt der Welt. Mag sein. Auf alle Fälle ist es einer der romantischsten. Aber das kommt natürlich  auch auf die Begleitung an. Und dann ist da natürlich die Frage wo man in der Stadt Casanovas sei Haupt bettet. Es gibt durchaus günstige Herbergen. Aber wer will das schon in einer Stadt die nur so von alten Palästen strotzt. Gleich vier exklusive Möglichkeiten bietet The Bauers: Il Plazzo, L’Hotel, Palladio und Villa F. Zwischen 200 und 4.000 Euro pro Nacht kostet der Schlaf in einem der exklusiven Häuser. Wobei schon das günstigste Angebot im Palladio den Gast Venedig von seiner schönsten Seite erleben lässt. Einen der schönsten Ausblicke der Stadt kann man dort erleben. Von Giudecca hinüber zum Markusplatz mit Campanile und dem Canal Grande im Vordergrund. Gleich daneben befindet sich in einem Palast aus dem 16. Jahrhundert die Villa F. 


Relais Corte Cavalli

Rings um den Gardasee reihen sich unzählige Hotels. Jedoch sind etliche von ihnen außerhalb der Saison geschlossen und in der Saison sind es nicht gerade Orte der Ruhe. Eine Ausnahme findet sich nur etwa zehn Minuten von Peschiera: Das Relais Corte Cavalli. Eingebettet in ein Gutshaus aus dem 17. Jahrhundert, umgeben von 42 Hektar Land biete es Ruhe und Natur. 45 Zimmer, Restaurant (mit einem für italienische Verhältnisse üppigen Frühstücksbüffet), Pool, Sauna, Bar – nichts fehlt. Sogar eine eigene Kapelle für Hochzeiten steht zur Verfügung.

Besonders schön sitzt man an lauen Abenden im Innenhof und genießt einen Wein aus der Region.  www.relaiscortecavalli.com


Acht Tage, sieben Städte und ganz viel Me(e)(h)r

Kreuzfahrt

Venedig liegt ein wenig im Herbstnebel. Irgendwo da unten. Ungefähr so muss sich dereinst wohl Gulliver gefühlt haben. Der Markusplatz wirkt wie ein Schachbrett, die Touristen wie die Figuren darauf, der Dogenpalast erscheint wie auf eine Modellbahnplatte gestellt. Klein ziehen die Häuser und Paläste vorbei. Oder nein. Ich ziehe vorbei. Vom dem Deck der 18. Etage der MSC Divina schweift mein Blick über La Serenissima. Die Göttliche verabschiedet sich von der heiter gelassenen am oberen Ende der Adria. Bis in sieben Tagen... Schon oft habe ich bei Besuchen in Venedig die riesigen Kreutzfahrtschiffe bewundert. Ein wenig ungläubig zugeschaut wie sich die Stahlgiganten durch die Lagune schoben. Jetzt bin ich selbst auf einer. 2012 wurde die Divina getauft. Sophia Loren übernahm, wie bei allen Schiffen der MSC-Flotte, die Patenschaft. 


Mit der Fantasia durchs Mittelmeer - Kreuzfahrt die Zweite und ein wenig andere

Kreuzfahrt

Ein bisschen ist es wie bei einer dieser Drop-On-Drop-Off-Stadtrundfahrten. Nur dass es nicht auf Straßen durch eine Stadt geht. in diesem Fall war führte der Weg durch die Adria und griechische Gewässer. Venedig-Bari-Katakolon-Santorin-Athen-Kurfu-Dobrovnik-Venedig. So stand es auf meinem Plan für die Reise mit der MSC Fanatsia. Eines dieser riesigen moderne Kreuzfahrtschiffe mit Platz für bis zu 4500 Gäste. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Leser an meine Zeilen über die Reise mit der MSC Divina. Ähnliches Schiff, ähnliche Route und doch eine ganz andere Welt. Im Herbst 2012 hatte ich das Vergnügen Gast des MSC-Yacht-Clubs auf der Divina zu sein. Nun also die Tour im normalen Bereich der Fantasia. Und um es gleich zu sagen: das ist ein Unterschied wie Trabant und Mercedes, wie Holzklasse und First-Class, wie Henkel trocken und Roederer Cristal.


Karneval in Venedig Zurückversetzt in Casanovas Zeiten

Karneval

So etwa fühlt es sich an wenn man zum Karneval in Venedig reist. Selbst als Berliner, der doch allem rheinländisch pappnasigen eigentlich abhold ist.  Den Einritt dazu bieten nicht allzu viele Reiseagenturen. Eine davon gehört dem in Florida lebenden Ex-Banker Stan Douglas. „Vor vielen Jahren war ich beim Palio in Siena und davon so begeistert, dass so die Idee entstand daraus ein Geschäft zu machen“, erzählt er. (www.paliotours.com) So pendelt er nun zwischen Miami und Italien. Im Sommer Palio in Siena und Oper in der Arena di Verona, im Winter Karneval in Venedig. Seine Gäste kommen inzwischen aus der gesamten Welt. USA, Australien, England, Deutschland, Kanada... Denn Douglas bietet, was für Geld nicht zu bekommen ist. 



Am unteren Ende des Stiefels...

Süditalien

Dass es mit der Bekanntheit Süditaliens ein paar Probleme und vielleicht auch Missverständnisse gibt, ist nun auch bei der italienischen Handelskammer ins Bewusstsein gedrungen. Erst recht in das der Hoteliers, Gastronomen und Agro-Produzenten. So schlossen Sie sich zur South Italian Agro Food Tourism zusammen. Eine Organisation, die mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen will. Klar – den Tourismus ankurbeln und die einheimischen Produkte besser vermarkten. Dabei haben sie hier in Apulien, Basilikata und Kalabrien beste Voraussetzungen. Da ist schon erst einmal das Wetter. Selbst im gerade vergangenen langen Winter kletterten Ende Januar, als in Deutschland noch Väterchen Frost regierte, die Temperaturen auf bis zu 15 Grad. Es sind aber auch die vielen Möglichkeiten des Agritourismus, die die Region so reizvoll werden lassen. Etliche Höfe laden zum Übernachten.


»Toscana ist was für Anfänger…«

Piemont

Mitten im Weinberg sitze ich auf der Terrasse der Locanda San Giorgio in Neviglie. Der Blick schweift weit über die Landschaft. In der Ferne erheben sich die Gipfel der Alpen, im Vordergrund sieht man Weinberge auf den unzähligen Hügeln verstreut. Es ist die Heimat des Dolcetto, dem man heilende Wirkung nachsagt und der von den Einheimischen in der Tat fast medizinisch betrachtet wird, die Heimat des Barolo, des Barbera und es Nebbiolo. Klangvolle Namen und noch besser, wenn man eine Probe davon im Glas hat. So sitze ich also mit einem guten Roten zusammen mit einer Kollegin im herbstlichen Licht und genieße den Ausblick. Wir sind mit Martin Hartweg verabredet. Der Bayer lebt seit 21 Jahren hier. Damals, vor zwei Jahrzehnten, hatte er noch ein Delikatessen- und Weingeschäft in München. 


Vier Köche im piemonteser Genusshimmel

Piemont

Mitten im Weinberg liegt die Villa Tiboldi in der Herbstsonne. Drum herum schmiegen sich die Hügel des Piemont. Sie tragen die Trauben aus denen Barolo, Roero, Barbera d’Alba oder auch Nebbiolo wird. In der Ferne zeichnet sich die Kulisse der Seealpen ab, die jetzt im Herbst schon gezuckert wirken. Über allem ein herrlich blauer Himmel. Vor Jahren sagte mir der ortsansässige Weinhändler Martin Hartweg: „Toscana ist etwas für Anfänger. Piemont für echte Genießer.“ Passend also dass sich ein paar berlinbekannte Genussmenschen auf eine Tour durchs Piemont machten: Andreas Klitsch (Aigner), Holger Zurbrüggen (Balthasar), Thomas Kurt (e.t.a. hoffmann) und Markus Herbicht (Kaisersaal/Sarotti Höfe).


Merans schönster Ruhepunkt Meisters Hotel Irma

Piemont

Manchmal ist es mit der deutschen Sprache ein wenig schwierig, weil das passende Wort fehlt. Etwa beim Ausdruck Hotel. Andererseits ist es dann wieder ganz einfach: Zuhause. Zwar steht an der Tür des Meisters Hotels Irma eben jene übliche Bezeichnung, doch eigentlich ist man vom ersten Augenblick zu Hause. Wunderbar gelegen in einem 18.000 Quadratmeter großen Park nur etwas mehr als zehn Gehminuten vom Zentrum Merans entfernt. Ein Hotel, das fünf Sterne ohne wenn und aber verdient hat. Aber es war und ist eigentlich ein Zuhause. Nicht zuletzt für die Eigentümerfamilie Meister. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekam die Urgroßmutter der heutigen Chefin Claudia das Sieben-Zimmer-Haus zur Hochzeit geschenkt. 

 


Wenn bei Ischia die rote Sonne im Meer versinkt

Hotel Ischia

Mit Schlagertexten ist es ja so eine Sache. Vor allem, wenn es sich um ausgewiesene Urlaubsregionen handelt, die da besungen werden. Wir erinnern uns an den griechischen Wein, der wie das Blut der Erde sein soll, an kein Bier, welches auf Hawaii erhältlich sein soll, oder eben die rote Sonne, die bei Capri im Meer versinkt. Nun wissen wir längst, dass der griechische Wein nicht eben zu den Spitzentropfen gehört, auf Hawaii kann man natürlich Bier trinken und die Sonne taucht auch andernorts glutrot in die Fluten des Meeres. Etwa vor Ischia. Die am oberen Ende der Bucht von Neapel gelegene Antipode des bereits erwähnten Eilandes Capri. Etwa doppelt so groß wie Capri, mit 34 Kilometern Küstenlange, aber immer noch überschaubar. 


Lambrusco möchte aus dem Schatten treten

Weinmesse Verona

Wer an Verona denkt, assoziiert damit sicherlich zu allererst Julia und vielleicht die mehr als 2000 Jahre alte Arena. Noch älter freilich ist jenseits der Alpen die Weinbaukultur und ein Mal im Jahr ist die Stadt an der Etsch so etwas wie das Dorado der Rebenfreunde. So auch bei schon sommerlichen Temperaturen in diesem April. Mehr als 4000 Aussteller, ungezählt die tausenden verschiedene Weine. Rot, Weiß, Spumante, Francicorta, Prosecco, Grappa, Lambrusco – alles was aus Traubensaft gekeltert werden kann, konnte verkostet werden. Besonders aktiv 2011: die Region Modena mit ihrem Consorzio Tutela del Lambrusco. Nun wird sicherlich so manch Weinliebhaber sofort die Stirn runzeln. Lambrusco klingt nach Pennerpulle, nach billigem Wein, nach Aspirin. „Genau gegen dieses Image soll nun verstärkt angegangen werden“, erklärten mir viele Aussteller.